Fragen General-Anzeiger

Der Brugger General-Anzeiger stellte den drei Stadtammann-Kandidaten fünf Fragen. Lesen Sie hier meine Antworten:

Welches sind Ihrer Meinung nach die dringendsten Probleme in Brugg?

Erstens muss die Stadt vom Durchgangsverkehr entlastet und die Erreichbarkeit des Zentrums mit allen Verkehrsträgern sichergestellt werden. Zweitens muss die Attraktivität der Stadt als Einkaufs- und Arbeitsstandort erhalten bleiben. Drittens muss dafür gesorgt werden, dass die Stadt auch im Zeitalter der Digitalisierung und Zentralisierung eine Zentrumsfunktion behält.  

Wie kann das Stadtzentrum im Rahmen des Projekts «OASE» sinnvoll vom Durchgangsverkehr entlastet werden?

Ohne neue Strasse wird Lauffohr und das Zentrum nicht vom Durchgangsverkehr aus dem unteren Aaretal und aus Süddeutschland zu entlasten sein. Die Linienführung muss zur Schonung des Siedlungsraumes und des Naherholungsgebietes Geissenschachen weitgehend unterirdisch erfolgen. Neben dieser langfristigen Lösung sind auch kurzfristige Massnahmen wie Pförtneranlagen zu realisieren.

Haben Sie eine Vision, wie Brugg ein attraktiver Einkaufsort bleibt, im Neumarkt, in der Altstadt und auch dazwischen?

Eine gute Verbindung zwischen Campus und Neumarkt ist wichtig, damit Pendler und Studenten auch in Brugg einkaufen. Der Raum zwischen Neumarkt und Altstadt muss mehr zum Verweilen einladen, wozu es neben Sitzgelegenheiten auch attraktive Strassencafés braucht. Publikumsintensive Nutzungen wie etwa die Stadtbibliothek müssen zwischen Altstadt und Neumarkt konzentriert werden.

Wo sehen Sie Brugg in zehn Jahren? Mit welchen Nachbargemeinden wird es sich zusammengeschlossen haben?

Brugg soll eine Regionalstadt zwischen Aarau und Baden sein, die über die Stadtgrenzen hinaus denkt und handelt. Die zukünftigen Herausforderungen nehmen auf Gemeindegrenzen keine Rücksicht. Trotzdem sollen nicht Fusionen im Zentrum stehen, sondern die Überzeugung, dass den Herausforderungen besser gemeinsam begegnet werden kann.

Auf welche Leistung in Ihrem Leben sind Sie besonders stolz?

Privat auf meine Familie mit meiner 18 Monate alten Tochter. Es ist eine Freude zu sehen, wie sie sich entwickelt und die Welt um sich herum entdeckt. Beruflich auf meine Dissertation über ein Thema, dass anfänglich als nicht erforschbar galt und nun auf dem Weg zu einem guten Abschluss ist.

Link zum Online-Artikel vom 15. September 2017

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Titus Meier

Titus Meier

Historiker und Lehrer, seit 2001 politisch aktiv in der FDP. Einwohnerrat der Stadt Brugg, Grossrat des Kantons Aargau.

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